Die Region Zchinwali, historisch auch als Samachablo bekannt, liegt im nördlichen Zentralgeorgien an den Südhängen des Großen Kaukasus. Seit dem Krieg von 2008 ist das Gebiet fast vollständig von russischen Truppen besetzt und für Reisende von der georgisch kontrollierten Seite aus nicht zugänglich. Dennoch bleibt es ein untrennbarer Teil der georgischen Seele und Landkarte
MFA Georgia: Occupation of Tskhinvali Region.
Landschaftlich ist die Region ein Paradies aus dichten Nadelwäldern, alpinen Wiesen und kristallklaren Flüssen wie dem Liachwi. Der Kelistba-See, ein vulkanischer Hochgebirgssee auf dem Keli-Plateau, ist eines der spektakulärsten Naturwunder des Kaukasus, derzeit jedoch unerreichbar. Historisch war die Region ein Ort des friedlichen Zusammenlebens von Georgiern und Osseten, geprägt durch eine gemeinsame christliche Kultur und Traditionen.
Zchinwali, die Hauptstadt, war einst eine lebendige Handelsstadt. Heute ist die Region stark militarisiert. Doch die georgische Regierung und die internationale Gemeinschaft arbeiten unermüdlich an einer friedlichen Lösung und Versöhnung. Die 'Besatzungslinie' ist eine offene Wunde, die Familien und Dörfer trennt, aber die Hoffnung auf eine Zukunft ohne Stacheldraht bleibt bestehen
EUMM: European Union Monitoring Mission.
Kulturell ist die Region reich an mittelalterlichen Kirchen und Festungen. Die Ikorta-Kirche (12. Jh.), wo die Helden des Aufstands gegen die Perser (Bidzina Cholokashvili und die Eristavis von Ksani) begraben liegen, ist ein Symbol des Widerstands und des Glaubens. Obwohl wir heute nicht dorthin reisen können, erinnern wir uns an jeden Stein und jeden Baum dieses Landes und warten auf den Tag, an dem wir unsere Gäste wieder in einem freien Zchinwali willkommen heißen können.