Abchasien (Abkhazeti) ist zweifellos einer der schönsten Flecken Erde im Kaukasus. Mit seinem milden, feuchten subtropischen Klima, üppiger Vegetation und der dramatischen Nähe von hohen Bergen zum Meer, war es jahrzehntelang das beliebteste Urlaubsziel der sowjetischen Elite (Stalin hatte hier fünf Datschen!). Doch seit dem blutigen Konflikt in den 1990er Jahren und der anschließenden russischen Besatzung ist die Region isoliert und wirtschaftlich stagniert
Civil Georgia: History of Conflict.
Für Georgier ist Abchasien eine offene Wunde. Hunderttausende mussten fliehen und träumen noch heute von der Rückkehr in ihre Häuser in Sochumi, Gagra oder Pitsunda. Die Stadt Sochumi, mit ihrer berühmten Promenade und dem Botanischen Garten, war einst ein kosmopolitisches Zentrum der Intellektuellen und Künstler. Heute mischt sich die Schönheit der Natur mit den Ruinen des Krieges – ausgebrannte Regierungsgebäude und überwucherte Bahnhöfe stehen neben blühenden Magnolien und Oleanderbüschen.
Die Naturwunder Abchasiens sind legendär: Der Ritsa-See, tief in den Bergen gelegen und von dichten Wäldern umgeben, ist ein Juwel. Die New-Athos-Höhle ist eine der größten der Welt, mit riesigen Hallen und unterirdischen Seen. Das Kloster von Neu-Athos mit seinen goldenen Kuppeln ist ein wichtiges religiöses Zentrum.
Obwohl die Einreise von georgischer Seite aus kompliziert ist und eine Sondergenehmigung erfordert, betrachten wir Abchasien als integralen Bestandteil unserer Heimat. Wir glauben fest daran, dass die Brücken zwischen Abchasen und Georgiern wieder aufgebaut werden können, basierend auf gegenseitigem Respekt und gemeinsamer Geschichte.